Monatsarchiv für Mai 2011

 
 

Schauspielhaus Graz: Der Fall Dorfrichter Adam. Ein Beitrag zum Kleist-Jahr

Der Regisseur Boris Nikitin beschäftigt sich mit dem Medium Sprache und Sprechen auf der Bühne. Er unternimmt mit einem Schauspieler und einem Sprecherzieher anhand von Kleist eine Berufsbefragung: Zwei Experten für glaubwürdiges Verstellen verhandeln ihren Fall. Sie erforschen und präsentieren ihre Techniken und Möglichkeiten, ihre Erfolge und ihr Scheitern am Versuch Wahrheit und Wahrhaftigkeit mit Sprache herzustellen. Der Fall Dorfrichter Adam ist ein theatraler Essay über das Verhältnis von Sprache und Körper, Wahrheit und Schein, Rolle und Identität — im Theater und im Leben. Wie kaum ein anderer hat Heinrich von Kleist (1777-1811) an der Bürde der sprachlichen Subjektivität gelitten. Eigene und fremde Sprach-, Wirklichkeits- und Identitätskrisen dominieren sein schriftstellerisches Werk. Immer wieder benutzt der gewaltige Sprachmeister die Mehrdeutigkeit der Sprache, um genau die Problematik ihrer Unzuverlässigkeit aufzuzeigen. Er führt die Sprache in der höchsten Krise zwischen Bewährung und Scheitern vor und stellt damit radikal das Mittel seiner künstlerischen Darstellung wie auch die Konzeption von Wahrheit und Erkennbarkeit der Welt in Frage. Dorfrichter Adam verhandelt seinen eigenen Fall. In Kleists Der zerbrochne Krug tritt er als Richter in einem Prozess auf, bei dem er gleichzeitig der Schuldige ist. Mit allen Mitteln versucht er, die Wahrheit zu verbergen und zieht sämtliche Register des verschleiernden Sprechens: von Ablenkungen durch nichtssagende


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Frauentausch – Mrs. Sarah Niveaulos – Die Tochter der “Leck mich Amoka” Lady

Sarah ist Aggressiv und anscheinend schwerst persönlichkeitsgestört. Sie leidet offensichtlich an einer fehlerhaften Selbstwahrnehmung (Zitat: “…sie soll mal überlegen in welcher Welt sie sich gerade befindet, ja?!”) Die Tauschmutter befindet sich zu Hause bei Sarah in einer Welt die von ihren Bewohnern falsch wahrgenommen wird. Beeinflusst von den immer häufiger in den Medien gezeigten “Stars” und “Sternchen” und der meist damit verbundene Reichtum und die Anerkennung, haben Sarah so sehr in Ihren Bann gezogen, dass sie selbst denkt auch dazu zu gehören. Leider ist dem nicht so!! Sie lebt in einer von ihr selbst erschafften Traumwelt. Die wirkliche Welt von Ihr ist geprägt von ihrer Schwäche des eigenen Verstandes, Niveaulosigkeit und ihrer Aggressivität. Sarah muss daran denken, auch wenn sie Egomanische-Narzisstin ist, dass es immer Individuen gibt, die besser sind als sie selbst. Verhalten: asozial Zukunftsprognose: negativ Empfehlung: Tiefenpsychologische Verhaltenstherapie, evtl. Psychoanalyse. Die erste Zeit in einer Psychiatrie und danach ambulant. Dauer: Mehrere Jahre (wenn nicht sogar Jahrzehnte) (Oben genannter Text ist eine künstlerische Darstellung und muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen)


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